Mai 28

VERZETTELUNG ODER SINN? DAS IST DIE FRAGE IN DER KRISE.

Strategie, Unternehmensvision

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Wissen Sie, was der fatalste Fehler in einer Krise wie dieser ist? Richtig: Verzettelung. Wenn der Druck wächst, verzettelt man sich. Man versucht mal dies und probiert mal jenes und vergeudet dabei seine Ressourcen.

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Da ist umso dramatischer, weil in Krisenzeiten Erfolge so oft ausbleiben. Da ist es umso wichtiger, seine begrenzten Kräfte gezielt einzusetzen statt sie zu vergeuden. Doch exakt das Gegenteil passiert derzeit.

Ist der Teufelskreis der Verzettelung einmal in Gang gesetzt, scheint es kein Halten mehr zu geben. Schmerzlich wird auf einmal klar, wie abhängig wir von Rahmenbedingungen  sind, auf die wir keinen Einfluss haben.

Vor allem Inhaber oder Geschäftsführer von Unternehmen, Menschen und Macher an der Spitze, die es ja gewohnt sind, die  Dinge aktiv zu gestalten - denn warum sonst sind Sie Unternehmer geworden? – leiden extrem unter dem Verlust dieser so genannten Selbstwirksamkeit.

Man fühlt sich als Passagier des eigenen Lebens, des eigenen Unternehmens. Die eigene Ohnmacht, das ist das Schlimmste!

In der Krise braucht unser Gehirn Erfolge!

Besonders in Krisenzeiten, und darauf will ich hinaus, ist es wichtig, dass wir mit dem, was wir tun, Resonanz erzeugen, Erfolge erzielen.  Bleiben diese Erfolge aus, wird das nicht bloß als persönlicher Misserfolg verbucht. Es scheint nur noch zwei Optionen zu geben: Resignation oder Aktionismus. Die meisten Unternehmer gehen in den Aktionismus. Ganz nach dem Motto: „Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.“

Dabei sind Aktionismus und Verzettelung nicht einmal Ihre Schuld. Die Dynamik ist in unserem Gehirn so angelegt. In unserem Gehirn ist nämlich ein Belohnungssystem verankert, das uns quasi dazu zwingt, uns ständig anzustrengen. Wir sind nämlich nur dann glücklich, wenn wir das Ergebnis unserer Anstrengungen sofort oder zumindest zeitnah sehen können. Nur dann wird Dopamin ausgeschüttet.

Ich nenne das die Rasenmäher-Logik. Beim Rasenmähen sehen Sie auch sofort, was Ihre Arbeit bewirkt. Was glauben Sie, wie viele Topmanager und Unternehmer sich gerade aufs Rasenmähen stürzen oder auf andere handwerklichen Tätigkeiten? Weil sie zumindest hier Erfolge sehen!

Das größte Problem in einer Krise wie dieser ist also, dass auf große Anstrengungen kein Erfolg folgt. Und dass folglich auch keine Glückshormone ausgeschüttet werden. Wo aber keine Belohnung stattfindet, dreht sich das Rad immer schneller. Da können Sie so viel Rasenmähen wie Sie wollen, was Sie natürlich auch nicht weiterbringt...

Was können Sie also tun?

Erst einmal geht es darum, die Verzettelung zu stoppen. Es geht um Fokussierung. „Aber worauf soll ich mich denn fokussieren?“ werden Sie jetzt fragen. „Wenn ich das wüsste, dann würde ich das doch tun...“

Strategie ist die Lehre vom richtigen Einsatz der Kräfte

Hier kommt das Thema Strategie ins Spiel. Wer eine Strategie hat, spürt auch in Krisenzeiten, dass er etwas tun kann. Er spürt seine Selbstwirksamkeit. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit verhindert, dass er sich verzettelt. Es ist also streng genommen das interne Feedback-System, das den Teufelskreis stoppt. Strategie stellt das Gefühl der Selbstwirksamkeit wieder her.

Eine Strategie haben bedeutet, dass man weiß, wie man seine Kräfte richtig einsetzen kann: Strategie, das ist die Lehre vom richtigen Einsatz der Kräfte. Und zwar so, dass dabei ein Ergebnis herauskommt, dass einen zufriedenstellt. Eines, das Ihr Belohnungssystem wieder ankurbelt. Dabei müssen Sie nicht einmal, wie Phönix aus der Asche steigen. Aber Sie müssen das Ziel kennen, für das Sie Ihre Kräfte und Ressourcen einsetzen, damit Ihr Belohnungssytem wieder in Gang kommt. 

Und jetzt kommt der dicke Hund: Eine Strategie haben setzt voraus, dass Sie ein Ziel haben, auf das Sie Ihre begrenzten Kräfte und Energien richten können. Dieses Ziel ist eng mit Sinn verknüpft. Keineswegs liegt das Ziel im reinen Geldverdienen. Gewinne sind lediglich eine Folge der Anstrengungen, sie können niemals das Ziel sein!

Sie müssen sich mit der Frage nach dem Sinn Ihres Tuns beschäftigen

In Krisenzeiten liegt genau hier die enorme Herausforderung. Wo die Liquidität fehlt, fällt es schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren als auf das Geld. Aber der Tunnelblick auf die Finanzen führt nicht raus aus der Krise, sondern immer tiefer rein! Es führt also kein Weg daran vorbei, dass Sie sich mit der Frage nach dem Sinn Ihres Tuns beschäftigen, wenn Sie der Verzettelung Herr werden wollen.

Dass man sein Ziel, seine Vision kennt, dass man die Antwort auf die große Frage nach dem „wozu“ kennt, unterscheidet ein strategisch agierendes Unternehmen von einer Firma ohne Strategie. In einer Krise wird dieser Unterschied eklatant deutlich.

In der ersten spürt jeder einzelne seine Selbstwirksamkeit, im zweiten ist irgendwann bloß noch das Gefühl von Abhängigkeit, Ohnmacht und Leere. Im ersten reden die Mitarbeiter darüber, was sie tun können, was in ihrer Macht liegt. Im zweiten reden sie nur noch darüber, wer schuld ist an der Misere und wie sinnlos doch alle Anstrengungen sind.

In Krisenzeiten macht der Sinn den Unterschied

Ihr erster Schritt in dieser Krise besteht also darin, die Antwort auf die Frage nach dem Sinn Ihres Tuns zu stellen. Und dann zu schauen, was Sie dazu beitragen können, diesem Sinn einen Schritt näher zu kommen.

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