April 8

WICHTIG IN DER KRISE: STRATEGISCHE ZIELE FORMULIEREN

Unternehmensstrategie

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In einer Krise, wenn der Druck wächst, versucht man mal dies und probiert mal jenes. Was als Ausweg erscheint, ist in Wahrheit fatal: Unternehmen, die sich auf diese Weise verzetteln, vergeuden ihre wertvollen Ressourcen. Hier hilft nur Eines: Eine Unternehmensstrategie.

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Gerade in einer Krise ist Verzettlung dramatisch. Denn Krisenzeiten sind ja Zeiten, in den Erfolge ausbleiben. Umso wichtiger ist es, seine begrenzten Kräfte gezielt einzusetzen statt sie zu vergeuden. Doch exakt das Gegenteil passiert in den meisten Unternehmen in der Krise.

Ist aber der Teufelskreis der Verzettelung einmal in Gang gesetzt, scheint es kein Halten mehr zu geben. Schmerzlich wird auf einmal klar, wie abhängig man von Rahmenbedingungen  ist, auf die man keinen Einfluss hat.

Vor allem die Menschen und Macher an der Spitze, die es ja gewohnt sind, die  Dinge aktiv zu gestalten (denn warum sonst sind Sie Unternehmer geworden?) leiden extrem unter dem Verlust dieser so genannten Selbstwirksamkeit. Sie fühlen sich als Passagier des eigenen Lebens, des eigenen Unternehmens. Die eigene Ohnmacht, das ist das Schlimmste! Gerade in einer Krise braucht unser Gehirn Erfolge!

Erster Schritt aus dem Dilemma: Strategische Ziele formulieren

Besonders in Krisenzeiten ist es wichtig, dass ein Unternehmer mit dem, was er tut, Resonanz erzeugt und Erfolge erzielt.  Bleiben diese Erfolge aus, scheint es nur noch die beiden zwei Optionen Resignation oder Aktionismus zu geben. Die meisten Unternehmer wählen den Aktionismus. Ganz nach dem Motto: „Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.“ Die erste Einsicht lautet also: Wenn Sie jetzt nicht Ihre strategischen Ziele setzen, kommen Sie aus dem Teufelskreis Aktionismus nicht heraus.

Dabei sind Sie an diesem Aktionismus nicht einmal schuld. Die Dynamik unseres Gehirns ist so angelegt. In unserem Gehirn ist ein Belohnungssystem verankert, das uns quasi dazu zwingt, uns ständig anzustrengen. Wir sind nämlich nur dann glücklich, wenn wir das Ergebnis unserer Anstrengungen sofort oder zumindest zeitnah sehen können. Nur dann wird Dopamin ausgeschüttet.

Ich nenne das die Rasenmäher-Logik. Beim Rasenmähen sehen Sie auch sofort, was Ihre Arbeit bewirkt. Gerade in Krisenzeiten stürzen sich deshalb auch so viele Topmanager und Unternehmer aufs Rasenmähen oder auf andere handwerklichen Tätigkeiten. Wenigstens hier sehen sie Erfolge.

Das größte Problem in einer Krise ist also, dass auf große Anstrengungen kein Erfolg folgt. Und dass folglich auch keine Glückshormone ausgeschüttet werden. Wo aber keine Belohnung stattfindet, dreht sich das Rad immer schneller. Was ist also zu tun? Erst einmal ist die Einsicht entscheidend, dass sich ohne strategische Ziele die Situtaion ni

Entwickeln Sie eine Unternehmensstrategie. Das ist der erste und der beste Schritt aus der Krise.

Erst einmal geht es darum, die Verzettelung zu stoppen. Es geht um Fokussierung. „Aber worauf soll ich mich denn fokussieren?“ werden Sie jetzt fragen. „Wenn ich das wüsste, dann würde ich das doch tun...“

Hier kommt das Thema Unternehmensstrategie ins Spiel. Ein Unternehmer, der einer klaren Strategie folgt, spürt auch in Krisenzeiten, dass er etwas tun kann. Er spürt seine Selbstwirksamkeit. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit verhindert, dass er sich verzettelt. Es ist also streng genommen das interne Feedback-System, das den Teufelskreis stoppt. Eine Unternehmensstrategie stellt das Gefühl der Selbstwirksamkeit wieder her.

In Unternehmen, die eine Strategie haben, wissen alle, wie sie ihre Kräfte richtig einsetzen. Denn Strategie ist die Lehre vom richtigen Einsatz der Kräfte. Und zwar so, dass dabei ein Ergebnis herauskommt, das jeden Mitarbeiter zufriedenstellt. Ein Ergebnis, das das Belohnungssystem wieder ankurbelt. Dabei müssen das Unternehmen nicht einmal, wie Phönix aus der Asche steigen. Aber was wichtig ist: Alle müssen das Ziel kennen, für das sie Ihre Kräfte und Ressourcen einsetzen.

In einer Krise geht es darum, dass alle die strategischen Ziele kennen.

Und jetzt kommt die Überraschung: Hat Ihr Unternehmen eine Unternehmensstrategie, dann hat es auch ein Ziel, auf das alle Akteure im Unternehmen ihre Kräfte und Energien richten können. Dieses strategische Ziel ist eng mit einem Sinn verknüpft. Keineswegs liegt das Ziel im reinen Geldverdienen. Denn Gewinne sind lediglich eine Folge der Anstrengungen, sie können niemals das Ziel sein!

Wenn Sie also unter der Krise leiden, dann haben Sie vermutlich keine Unternehmensstrategie. Und Sie haben auch keine strategischen Ziele formuliert. Was Sie deshalb jetzt unbedingt tun sollten: 

Beschäftigen Sie sich mit der Frage nach dem Sinn Ihres Tuns.

In Krisenzeiten liegt genau hier die enorme Herausforderung. Denn wo die Liquidität fehlt, fällt es schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren als auf das Geld. Aber der Tunnelblick auf die Finanzen führt nicht aus der Krise heraus, sondern immer tiefer hinein! Es führt also kein Weg daran vorbei, dass Sie sich mit der Frage nach dem Sinn Ihres Tuns beschäftigen, wenn Sie der Verzettelung Herr werden wollen.

Dass man sein Ziel, seine Vision kennt, dass man die Antwort auf die große Frage nach dem „wozu“ kennt, unterscheidet ein strategisch agierendes Unternehmen von einer Firma ohne eine Unternehmensstrategie. In einer Krise wird dieser Unterschied eklatant deutlich.

Im ersten Unternehmen ersten spürt jeder einzelne seine Selbstwirksamkeit, im zweiten ist irgendwann bloß noch das Gefühl von Abhängigkeit, Ohnmacht und Leere. Im ersten reden die Mitarbeiter darüber, was sie tun können, was in ihrer Macht liegt. Im zweiten reden sie nur noch darüber, wer schuld ist an der Misere und wie sinnlos doch alle Anstrengungen sind.

In Krisenzeiten macht der Sinn den Unterschied.

Ihr erster Schritt in dieser Krise besteht also darin, die Antwort auf die Frage nach dem Sinn Ihres Tuns zu stellen. Und dann zu schauen, was Sie dazu beitragen können, diesem Sinn einen Schritt näher zu kommen.

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